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Drei Menschen kamen bei Verkehrsunfällen am Sonntag ums Leben.
Heute gab es in Tschechien drei schwere Verkehrsunfälle, bei denen insgesamt zwei Fahrer und ein Beifahrer ums Leben kamen, weitere Personen erlitten Verletzungen, darunter schwere. Polizei und andere Einsatzkräfte ermitteln nun in allen Fällen den genauen Ablauf und die Ursachen der tragischen Ereignisse.
Auto im Fluss im Bezirk Most
Im Bezirk Most fuhr heute ein Elternteil mit einem Pkw aus bislang ungeklärten Gründen von der Fahrbahn in das Flussbett; das Fahrzeug landete verkehrt herum auf dem Dach im eisigen Wasser. Der Beifahrer – ein weiterer Erwachsener – sowie ein Kind wurden verletzt und von Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht, der Fahrer jedoch erlag trotz der Bemühungen der eintreffenden Ärzte seinen Verletzungen.
„Vor Ort waren Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst im Einsatz, der Verkehr in dem Abschnitt wurde während der Rettungs- und Bergungsarbeiten eingeschränkt,“
sagte eine Polizeisprecherin und fügte hinzu, dass die genauen Umstände des Unfalls Gegenstand weiterer Ermittlungen seien. Die Feuerwehr sicherte das Fahrzeug gegen weiteres Bewegen, kontrollierte ein mögliches Auslaufen von Betriebsflüssigkeiten ins Wasser und half beim Transport der Verletzten in die Rettungswagen.
Tödlicher Unfall bei Bystřice im Benešov-Kreis
Auf der Straße I/3 bei Bystřice im Benešov-Kreis fuhr heute ein Lkw aus bislang unklaren Gründen in den Gegenverkehr, wo er frontal mit einem entgegenkommenden Pkw kollidierte. Im Wagen befanden sich die Fahrerin und ein Beifahrer; beide erlitten schwere Verletzungen, der Beifahrer verstarb jedoch später an den Folgen seiner Verletzungen.
„Die Fahrerin des Pkw und ihr Beifahrer erlitten schwere Verletzungen, vor Ort wurde ihnen umgehend medizinische Hilfe geleistet und sie wurden ins Krankenhaus gebracht,“
beschrieb eine Sprecherin des Rettungsdienstes. Die Strecke war während des Einsatzes aller Einheiten des integrierten Rettungssystems mehrere Stunden vollständig gesperrt; die Polizei leitete den Verkehr über Umleitungsstrecken.
Auto unter einem Zug im Šumperk-Kreis
Bei Bohdíkov im Šumperk-Kreis fuhr heute Vormittag ein Pkw auf einen Bahnübergang direkt vor einen durchfahrenden Zug; das Fahrzeug kippte nach dem Zusammenstoß auf das Dach. Die Rettungskräfte versuchten vor Ort, den verletzten Fahrer wiederzubeleben, doch der Mann erlag trotz aller Bemühungen der Rettungskräfte seinen Verletzungen; er war allein im Wagen unterwegs.
„Der Fahrer des Pkw habe offenbar das Warnsignal der Sicherungseinrichtung missachtet und sei auf den Übergang gefahren, wo er mit einem durchfahrenden Zug zusammengestoßen sei,“
sagte die regionale Polizeisprecherin Marie Šafářová. Nach Angaben der Feuerwehr halfen sie, rund 65 Fahrgäste aus dem Zug zu evakuieren; der Betrieb auf der Strecke zwischen Bohdíkov und Ruda nad Moravou wurde eingestellt und ein Ersatzbusverkehr eingerichtet.
Appell der Polizei an Fahrer
Die Polizei führt in allen Fällen die erforderlichen Maßnahmen durch, sichert Spuren und prüft, ob unangemessene Geschwindigkeit, mangelnde Aufmerksamkeit beim Fahren oder möglicher Konsum von Alkohol oder anderen Suchtmitteln eine Rolle gespielt haben. „Wir appellieren an alle Fahrer, insbesondere in der Winterzeit die Verkehrsschilder, Warnlichter an Bahnübergängen zu beachten und sich vollständig dem Fahren zu widmen,“ betonte die Polizeisprecherin.
Die Rettungskräfte erinnern zugleich daran, dass schon eine kleine Unterschätzung der Situation zu irreparablen Folgen und einer in Sekunden schnellen Verwandlung einer normalen Fahrt in eine Tragödie für ganze Familien führen kann. Ihrer Ansicht nach ist es entscheidend, die Geschwindigkeit dem Zustand der Fahrbahn und der Verkehrssituation anzupassen und mit schlechterer Sicht sowie längeren Bremswegen zu rechnen.