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Tödliche Verfolgungsjagd im Bezirk Nymburk: Ein davonfahrendes Auto prallte frontal gegen einen Tankwagen, zwei Tote
© AKTU.cz, Jiří Forman Ein tragischer Verkehrsunfall beendete am Sonntagnachmittag eine Polizeiverfolgung auf der Straße I/32 bei Choťánek im Bezirk Nymburk, wo ein vor einer Streife flüchtender Pkw im Gegenverkehr direkt vor einen Asphalt-Tanklastwagen fuhr und nach dem Frontalzusammenstoß zu brennen begann, wobei Fahrer und Beifahrer noch an der Unfallstelle starben. Die Straße zwischen Poděbrady und Jičín blieb mehrere Stunden gesperrt, und die Polizei untersucht den Unfall weiterhin.
Ein tödlicher Verkehrsunfall nach einer Polizeiverfolgung im Bezirk Nymburk forderte am Sonntagnachmittag zwei Menschenleben, als ein flüchtender Pkw frontal mit einem Tanklastzug kollidierte, der Asphalt transportierte, bei Choťánky auf der Straße I/32 zwischen Poděbrady und Jičín. Der Fahrer und sein Beifahrer des Pkw starben noch am Unfallort; die Straße war für mehrere Stunden komplett gesperrt.
Tragödie bei Choťánky
Der Unfall ereignete sich am Sonntagnachmittag auf der Hauptstrecke I/32 bei der Gemeinde Choťánky im Bezirk Nymburk, als ein Pkw, der aus Richtung Poděbrady unterwegs war, frontal mit einem entgegenkommenden Tanklastzug kollidierte, der Asphalt transportierte. Nach dem Aufprall geriet das Auto in Brand und wurde vollständig von den Flammen erfasst.
In dem brennenden Wagen waren zwei Personen eingeschlossen, der Fahrer und sein Beifahrer, denen die eintreffenden Rettungskräfte nicht mehr helfen konnten und deren Tod ein Arzt vor Ort feststellen musste. Nach unseren Informationen handelt es sich um ein Paar, das mindestens ein Kind hatte. Leichte Verletzungen erlitt der Fahrer des Tanklastzugs, dem es gelang, aus der Fahrerkabine zu entkommen, noch bevor sich das Feuer vollständig ausbreitete.
Polizeikontrolle und Verfolgungsjagd
Der gesamte Vorfall begann mit einer routinemäßigen Verkehrskontrolle in Poděbrady, bei der die Streife ein Pkw anhalten wollte, um Fahrer und Fahrzeug zu überprüfen. Der Fahrer reagierte jedoch nicht auf die Aufforderung anzuhalten, gab Gas und flüchtete in Richtung Jičín vor der Streife.
Das verfolgte Auto fuhr der Polizei zufolge mit hoher Geschwindigkeit und überholte andere Fahrzeuge riskant, wobei es wiederholt in den Gegenverkehr geriet. Bei einem dieser Manöver fuhr der Fahrer direkt vor einen entgegenkommenden Tanklastzug, worauf dessen Fahrer nicht mehr rechtzeitig reagieren konnte.
Einsatz der Rettungskräfte
Unmittelbar zum Ort fuhren Einheiten der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei, der Verkehr auf der Straße wurde in beide Richtungen komplett gestoppt. Die Feuerwehr konzentrierte sich auf die Löschung des brennenden Pkw und die Sicherung des Tanklastzugs mit Asphalt, um ein Auslaufen oder weiteres Aufflammen zu verhindern.
Die Rettungskräfte versorgten vor Ort den verletzten Fahrer des Tanklastzugs, der leichte Verletzungen erlitten hatte, und transportierten ihn anschließend zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus. Die Polizisten sicherten den Unfallort, dokumentierten ihn und sicherten Spuren für die anschließenden Ermittlungen.
Untersuchung und Straßensperrung
Die Straße I/32 zwischen Poděbrady und Jičín war wegen des Einsatzes der Rettungskräfte, der Unfallaufnahme und der Beseitigung der Folgen des Vorfalls für mehrere Stunden vollständig gesperrt; der Verkehr wurde über Umleitungsstrecken umgeleitet. Die Sperrung betraf sowohl den Personen- als auch den Güterverkehr, und es bildeten sich Staus in der Umgebung.
Die Polizei ermittelt nun den genauen Ablauf der tragischen Ereignisse, wertet gesicherte Spuren aus und wird auch klären, warum der Fahrer versucht hat, sich der Polizeikontrolle zu entziehen. Teil der Ermittlungen wird auch ein sachverständiges Gutachten zur Geschwindigkeit des flüchtenden Fahrzeugs, zum technischen Zustand des Fahrzeugs sowie zur möglichen Anwesenheit von Alkohol oder anderen berauschenden Substanzen beim Fahrer sein.
Sicherheit und Appell der Polizei
Die Polizei appelliert im Zusammenhang mit der Tragödie erneut an die Fahrer, die Anweisungen der Streifen zu befolgen und bei einer Aufforderung zum Anhalten stets anzuhalten, da riskante Fluchten oft schwere Folgen haben. Nach Angaben der Polizei gefährden solche Verfolgungsjagden nicht nur den flüchtenden Fahrer und seine Insassen, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer und die eingesetzten Polizisten.
Statistiken zufolge gehören überhöhte Geschwindigkeit, riskantes Überholen und das Fahren im Gegenverkehr zu den häufigsten Ursachen tragischer Verkehrsunfälle auf tschechischen Straßen. Die Tragödie bei Choťánky ist ein weiteres drastisches Beispiel dafür, wie der Versuch, einer routinemäßigen Kontrolle zu entgehen, innerhalb weniger Sekunden in einem unwiederbringlichen Verlust von Menschenleben enden kann.